pict Ralf ist nach einer Reise im süditalienischen Matera, genauer in den Sassi, hängengeblieben. Die Sassi, nun ein Stadtteil von Matera, früher eine eigenständige Stadt, thronen auf einem riesigen Tuffsteinmassiv. Damals in den frühen 80ern, als Ralf hier her kam, waren die Sassi fast menschenleer und glichen einer Geisterstadt. Ihre Bewohner wurden schon in den 50ern wegen unmenschlicher Lebensbedingungen zwangsevakuiert und in der neuen Stadt, Matera, oberhalb wieder angesiedelt.

Vor etwa 20 Jahren hat der Deutsche in den Sassi ein Haus besetzt und es für seine Zwecke adaptiert. Was Ralf hier macht? Alles mögliche - aber vor allem arbeitet er mit seinen Händen. Er erzählt uns von seinen Meistern, die ihn die verschiedenen Handwerke gelehrt haben. Hier hat er begonnen, mit Tuff zu arbeiten. Er hat sich das Wissen über die organische Tuffbauweise und die Bewirtschaftung von Tuffhäusern angeeignet, altes Wissen, das in den Sassi durch Zement und Beton bedroht ist.
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