pict Sara kennen wir über Toni, ihren Bruder, sie ist erst vor Kurzem nach Amsterdam übersiedelt. Die Sassi, Matera, ist der Ort ihrer Kindheit, ihrer Jugend, den sie wohl für längere Zeit verlassen wird. Vom Flachdach ihres Hauses kann man den Sasso Caveoso überblicken. Ihr Blick streift vorbei an dem einmaligen Gewirr der Häuser, zum Teil halb verfallen, an dem von Pflanzen überwucherten Dächern, unbefestigten Gassen, bis zur Gravinaschlucht. Sara ist fasziniert von dem übermächtigen Naturschauspiel, für sie scheint das vom Menschen Geschaffene beinahe von der Natur bezwungen.
So beredt, lebendig und voller Poesie können wohl nur Italienerinnen von ihrem Sehnsuchtsort erzählen. Aber für Sara gibt es auch Gründe warum sie hier weg muss: Spekulanten und der kulturelle Leerlauf, wie sie es nennt. Trotzdem denkt sie schon wieder ans Zurückkommen, aber erst wenn sie älter und zur Ruhe gekommen ist.
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