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Joseph Weizenbaum (* 8. Januar 1923 - 5. März 2008, Berlin) war ein deutsch-US-amerikanischer Informatiker und Gesellschaftskritiker
jüdischer Abstammung. Weizenbaum bezeichnete sich selbst als Dissident und Ketzer der Computerwissenschaft.
1963 begann er seine Tätigkeit am Massachusetts Institute of Technology (MIT), zunächst als Associate Professor,
ab 1970 als Professor für Computer Science.
1966 veröffentliche Weizenbaum das Computer-Programm ELIZA, mit dem er die Verarbeitung natürlicher Sprache
durch einen Computer demonstrieren wollte; Eliza wurde als Meilenstein der künstlichen Intelligenz gefeiert.
Er ist Mitbegründer der Computer Professionals for Social Responsibility in den USA und des
Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) in Deutschland.
Weizenbaum ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates am Institute of Electronic Business in Berlin.
2002 verlieh ihm die Gesellschaft für Informatik die Ehrenmitgliedschaft. Er ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes
und hält vier Ehrendoktor-Auszeichnungen (unter anderem von der Uni Hamburg und der Uni Bremen sowie einen
Doctor of Humane Literature vom Webster College (USA).
Joseph Weizenbaum ist im Alter von 85 Jahren am 5. März 2008 in der Nähe von Berlin verstorben.
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"Die Inseln der Vernunft...", Herder 2006
"Wir gegen die Gier", Süddeutsche Zeitung, Joseph Weizenbaum am 8. Januar 2008.
Nachrufe
"Der letzte Service", heise.de
"Joe Weizenbaum, freier Geist", Zeit.de
"Professioneller Zweifler", sueddeutsche.de
"Im Gedenken", MEDICHI
golem.de
"Jeder Mensch...", Gunna Wendt
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Auszeichnungen
Dr. h.c. New York
Dr Lit. h.c. Daniel Webster College
Dr. h.c. Bremen
Dr. h.c. Hamburg Festschrift
Norbert-Wiener-Preis, CPSR
NAMUR-Preis, FiFF-Auszeichnung
Alexander-von-Humboldt Award
Vision97 Vaclav Havel Award
Großes Bundesverdienstkreuz
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Links
Wikipedia-Artikel über Joseph Weizenbaum.
Beats Biblionetz von Beat Döbeli Honegger.
Institute of Electronic Business, IEB.
ELIZA online demonstration
"Albtraum Computer", Die Zeit 1972
Photo: Joseph Weizenbaum bei einer Konferenz über Symbolische Sprachen in Rom, 1962.
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